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Die politische Dimension des Yoga: Für Toleranz, Gerechtigkeit und Inklusion

Meine politische Haltung.





Yoga ist eine spirituelle Praxis, und es wird selten darüber gesprochen, ob Yoga politisch ist, oder auch nicht. In den Yogalektionen wird der Fokus oft daraufgelegt, dass innere Ruhe, das «zur Ruhe bringen des Geistes», entstehen kann. Ich denke aber, es ist wichtig, auch ab und zu über die politische Dimension des Yoga nachzudenken.

Ist Yoga politisch? Welche Ansätze können wir auf unsere Haltung im politischen Kontext übertragen?


Als privilegierte Person ist es mir wichtig, mich für Diversity, Equity und Inclusion einzusetzen.


Diese Werte sollten nicht nur Lippenbekenntnisse sein, sondern in allen Bereichen des Lebens umgesetzt werden. Leider ist dies noch nicht überall der Fall, und daher ist es mir umso wichtiger, mich aktiv für eine inklusive und gerechte Gesellschaft einzusetzen.

 

Ahimsa und die Bedeutung von Toleranz


Ahimsa, das Prinzip der Gewaltlosigkeit, ist ein wichtiges Prinzip in meinem yogischen Leben. Ahimsa fordert nicht nur, anderen Lebewesen kein Leid zuzufügen, sondern impliziert auch eine Haltung der Toleranz und des Respekts gegenüber allen Lebewesen. Das bedeutet für mich, dass ich mich aktiv für eine Welt einsetzen möchte, in der Vielfalt geschätzt und respektiert wird.


Ahimsa ermutigt uns, unseren Körper, Geist und unsere Umgebung mit Liebe und Respekt zu behandeln. Ahimsa beginnt im Geist, wo wir lernen, Mitgefühl und Verständnis zu kultivieren. Auf der Matte bedeutet Ahimsa, unseren Körper zu respektieren und achtsam mit ihm umzugehen, indem wir uns nicht überanstrengen oder uns selbst verletzen. Darüber hinaus ermutigt uns Ahimsa, eine Atmosphäre des Respekts und der Unterstützung zu schaffen, indem wir Wettbewerb und Vergleiche mit anderen vermeiden und stattdessen Mitgefühl und Verbundenheit praktizieren. Abseits der Matte erstreckt sich Ahimsa auf alle Bereiche unseres Lebens. Es fordert uns auf, unsere Worte und Handlungen bewusst zu wählen und sicherzustellen, dass sie anderen keine Verletzung zufügen. Ahimsa erinnert uns daran, uns selbst mit Freundlichkeit und Mitgefühl zu behandeln und unsere eigenen Grenzen zu respektieren. Darüber hinaus hat Ahimsa eine soziale und politische Dimension, die uns dazu ermutigt, uns für Gerechtigkeit, Frieden und die Rechte aller Lebewesen einzusetzen.


Gerechtigkeit, Diversität und Inklusion sind zentrale Werte, die im Yoga verankert sind. Und gerade das ist häufig nicht gegeben, da das Yoga in meinem Umfeld oft sehr homogen (weiss, normschön, weiblich) ist. Ich möchte mein Yoga alle zugänglich machen, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, sexueller Orientierung oder anderen Eigenschaften. Als intersektional feministische Yogalehrerin setze ich mich dafür ein, dass alle Menschen, unabhängig von ihren Lebensumständen, die Möglichkeit haben, Yoga zu praktizieren.

 

Yoga und Feminismus


Ich bin Feministin – Yoga und Feminismus sind für mich miteinander verbunden, die Prinzipien des Yoga sind klar mit Offenheit, Gerechtigkeit und Toleranz verbunden und nicht mit Diskriminierung und Abgrenzung.


Als Feministin unterstütze ich die Rechte von FLINTA (Definition, insbesondere ist mir wichtig zu betonen, dass mein Feminismus auch Rechte für Transmenschen inkludiert!). Ich setze mich gegen Rassismus, Diskriminierung und Unterdrückung in jeder Form ein. Mir ist es wichtig, hierbei zu betonen, dass ich intersektional denke. Ich stehe für eine gerechtere Gesellschaft für Personen aller Geschlechter, gegen Sexismus und andere Diskriminierungsformen (Rassismus, Klassismus, Ableismus, etc.), die mitberücksichtigt werden müssen.


Insgesamt ist Yoga mehr als nur eine körperliche Praxis - es ist eine Lebenseinstellung, die sich für Liebe, Mitgefühl und Gerechtigkeit einsetzt. Als Yogalehrerin und spirituelle Person ist es mir eine Herzensangelegenheit, Position zu beziehen und mich für eine Welt einzusetzen, in der alle Menschen gleichberechtigt und respektiert werden.

 


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